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Ganz aktuell

Wichtige Mitteilung - bitte beachten!

Aus gegebenen Anlass hier ein wichtiger Hinweis:

Falls Sie planen, für unsere Arbeit Sachspenden (Decken, Handtücher u.ä.m.) zu sammeln, sprechen Sie dies unbedingt vorher mit uns ab.
Zur Zeit können wir "textile Spenden" leider nicht mehr annehmen, da wir keine Lagermöglichkeiten vorhalten können. Ebenfalls sind wir zur Zeit nur dann in der Lage Sachspenden bei Ihnen abzuholen wenn dies vorher mit uns abgesprochen ist (es fehlt ganz einfach die Zeit).

Bitte verstehen Sie unseren Hinweis nicht falsch. Wir freuen uns wirklich über jede Hilfe, aber zur Zeit müssen wir vorrangig Futter und medizinische Hilfsmittel für die beiden, von uns betreuten Tierheime, transportieren.
Gerade in der Winterzeit erreichen uns fast täglich Hilferufe um Futterspendenaus anderen ungarischen Tierheimen. Um auch diesen Tieren helfen zu können benötigen wir jeden Platz in unserem Lager /Transporters für die lebenswichtigsten Dinge.
Wir bitten um Ihr Verständnis.

Der Vorstand

Mittwoch, 11. Februar 2009 - 13:11 Uhr
Hilfe !!!! Sie werden getötet !!!!!!!

So, oder ähnlich kommen jede Woche Meldungen per Email bei uns an. Der Wahrheitsgehalt solcher Meldungen wird so gut wie gar nicht überprüft, sondern lediglich weitergeleitet, ob gewollt oder nicht. In einem speziellen Fall wurden uns Bilder und Berichte der Hundefängeranlage Oroszlány in Ungarn präsentiert. In der Anlage waren ca. 20 Hunde untergebracht.
Erst, so hieß es, werden die Hunde am nächsten Tag getötet. Doch am nächsten Tag wurde dieser Termin mehrfach korrigiert. Das Tierschutzprojekt Ungarn, dessen erster Vorsitzender ich bin, war über die daraufhin folgenden Aktionen der nächsten Tage erstaunt. Die “Tierschutzwelt“ Europas schien Amok zu laufen.
Selbsternannte Tierschützer(innen), ich nenne hier bewusst keine Namen, übernahmen unaufgefordert das Kommando / Koordination zur Rettttttttttttung dieser 20 Hunde. Öffentlich, im Internet, stritten sie sich, wer denn jetzt der „Oberretter“ sei, und wer für die anstehende Aktion Spenden sammeln darf. Eine Dame, einer hinlänglich bekannten Tierschutzorganisation ( sie schlägt mindestens einmal monatlich im Internet Alarm , dass die Tiere in dem von ihr vertretenen Tierheim verhungern müssen) erklärte sich sinnigerweise sofort bereit die 20 Hunde zusätzlich zu den sowieso schon hungernden Tieren zu übernehmen. Wieder andere Tierschützerinnen erlitten einen Nervenzusammenbruch, weil dieser Rettungseinsatz, der bis dahin leider ausschließlich über die Tastatur Ihres Computers gelaufen war, sie an den Rand Ihrer Kräfte brachte. Andere, ansonsten wirklich seriös arbeitende Tierschützer und Organisationen, erklärten sich spontan bereit, diese vom Tod bedrohten Tiere herauszuholen, um sie in Deutschland, Österreich oder der Schweiz aufzunehmen. Allerdings war ihnen zu dem Zeitpunkt nicht bekannt, in welchem gesundheitlichen Zustand die Hunde waren, und ob die gesetzlich vorgeschriebene, zur Ausfuhr notwendige Tollwutimpfung, fristgerecht durchgeführt worden ist.
Liebe seriös arbeitenden Tierschutzorganisationen verstehen Sie mich bitte nicht falsch,. Gemäß unserem Motto "Denn jede Seele zählt" setzen auch wir uns für die Rettung eines jeden Tieres ein.

Desweiteren verstehe ich folgendes auch nicht.
Verschiedenen Tierschutzorganisationen, und auch einzelnen Tierschützern, war die Situation in Oroszlány seit einem halben Jahr bekannt. Auch die in Ungarn Verantwortlichen haben erst sehr spät reagiert. Vielleicht hätte man in konstruktiven Gesprächen mit den zuständigen örtlichen Behörden einen zeitlichen Aufschub erreichen können,. Aber wie sah das konstruktive Gespräch wirklich aus? Hyperventilierend beschimpften die selbsternannten verantwortlichen Tierschützer den Bürgermeister und weitere Verantwortliche als Nazi und Mörder.
Das Ergebnis lag auf der Hand. Die Behörde(n) schaltete auf stur und nichts ging mehr. Dies wurde auch den ungarischen Tierschützern und Organisationen bekannt, und so erreichten uns die Informationen zur besagten Situation. Wir haben gemeinsam mit unseren ungarischen Partnern vor Ort nach Lösungen gesucht. Ganz bewusst haben wir uns aus dem uns bekannten Internetchaos herausgehalten, denn die „Tierschutzwelt“ wollte nur noch eins: RETTEN (und das um jeden Preis).
Es gibt in Ungarn große und kompetente Tierschutzorganisationen u.a. Herosz und Maosz die diese Sachlage eigenständig klären können. 20 Hunde in einer Tötungsstation ist für ungarische Verhältnisse keine große Sache. Aber das hat man hier den Verantwortlichen wohl nicht zugetraut, stattdessen schickte man Transportkonvois aus Deutschland um das Problem vor Ort selber zu lösen. Letztendlich wurden alle Tiere bis zum 13.1. von europäischen Tierschützern abgeholt, oder in Ungarn vermittelt, ob verantwortungsbewusst oder nicht, lassen wir einmal dahingestellt. Die drei verbliebenen Tiere wird das, von uns unterstützte Tierheim in Székesfehérvár, aufnehmen. Dort können die Hunde auch medizinisch betreut werden. Doch bitte:

Was ist nach Oroszlány?

Wie wird es weiter gehen? Was denken Sie wo jetzt die Tiere untergebracht werden? Diese Hundefängeranlage gibt es ja nicht mehr ? Die Fund- und Abgabehunde aber wird es weiterhin geben!
Was ist mit den 84 anderen Hundefängeranlagen???????
Jeden Tag wird hier getötet, doch wen interessiert das?
Wir, das Tierschutzprojekt Ungarn, fahren regelmäßig im Abstand von etwa 4 Wochen in verschiedene „Tötungen“ in Ungarn und holen dort jedes mal bis zu 40 Tiere heraus. Nicht nur die Welpen und gut vermittelbaren Hunde, nein, wir nehmen sie alle mit, bringen sie in das Tierheim nach Székesfehérvár ( welches leider immer am Rande seiner Kapazitäten ist). Aber wir können garantieren, dass hier verantwortungsbewusster Tierschutz betrieben wird. Bitte verzeihen Sie mir, aber wenn ich dann im Internet auf einer einschlägig bekannten Tierschutz HP wild blinkende Rundumleuchten, und dick darüber TÖTUNG DROHT geschrieben sehe, dann wird mir schlecht. „Zahlen sie 200 bis 400 Euro, dann darf der Hund leben“.
Darüber ein Strichmännchen mit einem lachenden Gesicht. Oder aber:
„Schade der Wauwi musste sterben, das Geld kam nicht zusammen“,
dann natürlich mit einem weinenden Strichmännchen. Bei dieser Art von Tierschutz wird mir, wie schon gesagt, übel. Ich persönlich bin der Meinung, dass der ungarische Tierschutz, zum großen Teil mit deutscher Beteiligung zur Zeit völlig aus dem Ruder läuft, und diese selbstdarstellenden und profilsüchtigen „Möchtegerntierschützer“ mehr Schaden anrichten als dass sie den Tieren helfen. Auch unserer Arbeit vor Ort, die wir auch in politischer Hinsicht leisten, wird durch solche Eskapaden sehr erschwert.
Wirkliche Notfälle haben kaum noch eine Chance durchzudringen, sie gehen in dem ganzen Internetmüll still und leise unter.
Es gibt in Ungarn durchaus seriös arbeitende Organisationen und engagierte Einzelpersonen. Wir möchten uns hier nicht in den Vordergrund drängen, ein Klick auf Google, und zwei Minuten Recherche hätten gereicht sich zu informieren, wer vor Ort kompetent zur Lösung dieses Problems gewesen wäre. Es gibt u. a. ein Tierheim in der Nähe der Station. Die Tierheimleiterin wäre sinnvollerweise die erste Ansprechpartnerin gewesen. Sie hat viel zum Gelingen dieser Aktion beigetragen.
Meine Bitte: Bevor die nächste Horrormeldung durchs Internet schwappt, prüft erst und leitet es danach ggf. gezielt weiter. Jegliche Tierschutzaktion soll den Tieren helfen, und nicht schaden. Gebt den seriös arbeitenden Organisationen die Möglichkeit effektiv zu handeln und veranstaltet keine Massenpanik. Hysterie hat noch kein Tier gerettet. Die nächste Katastrophe kommt bestimmt. Ich persönlich kenne sie schon, ein Tierheim in Ungarn mit über 600 Hunden, und immer noch wird es unterstützt, obwohl doch allen klar sein sollte, dass dort tagtäglich Tiere sterben, aber trotzdem werden weitere Tiere aufgenommen. Dieses Tierheim ist nicht in der Lage das Massenaufkommen an Hunden und Katzen zu versorgen. Eine tickende Zeitbombe, die wenn sie einmal hochgeht, mit Sicherheit nicht durch chaotische, hysterische Rettungsaktionen und wildgewordene Spendensammler gelöst werden kann. Denjenigen, die Interesse haben seriösen Tierschutz in Ungarn zu unterstützen und zu helfen, stehe ich gerne zur Verfügung.
Nächsten Freitag ,am 18.1. 08, werde ich morgens um 9.00 Uhr in der Tötungsstation in Baja / Ungarn ca. 30 Hunde befreien. Und zwar ohne Rundumleute und Spendenbarometer ! Aber wen interessiert das?

Ihr frustrierter Wolfgang Stephanow
1. Vorsitzender Tierschutzprojekt Ungarn e.V.

Donnerstag, 13. November 2008 - 22:23 Uhr
Wieder einmal....

Wieder einmal sind fünf Helfer nach Ungarn gefahren um dort den Tieren und auch den Menschen Hilfe zu bringen. Wieder sind alle Helfer ehrenamtlich dabei um in ihrer Freizeit - zusätzlich zu ihren Jobs - denen zu helfen, die immer wieder vergessen werden. Ich möchte hier einmal sagen, dass
wir auf alle diese Helfer die jetzt vor Ort sind, auf alle die uns bei früheren Aktionen geholfen haben und die hier in Deutschland immer für die Tiere da sind sehr stolz sind. Hut ab vor euch allen! Ohne euch und eure ehrenamtliche Arbeit wäre das alles nicht möglich und ihr habt schon viele Seelen gerettet.
Gestern abend (12.11.) sind also zwei Autos und ein Wohnwagen nach Ungarn gestartet. Natürlich wie immer vollgepackt mit Futter- und Deckenspenden sowie der mittlerweile bewährten "handwerklichen Grundausrüstung" für die geplanten Aufbauarbeiten vor Ort. Michael, Andreas und Andi sind direkt in das Tierheim Székesfehérvár gefahren wo sie heute morgen angekommen sind und dort sofort - trotz der anstrengenden Fahrt - mit den Aufbauarbeiten begonnen haben. Es soll hier eine neue Zwingeranlage mit insgesamt vier Innenzwingern und Ausläufen entstehen. Die Anlage wurde vom TPU hier in Deutschland gekauft, demontiert und bereits im Vorfeld nach Ungarn transportiert. Die dafür benötigte Bodenplatte wurde in Ungarn fertiggestellt und so konnten heute bereits die ersten Aufbauarbeiten erfolgen. Da heute abend (13.11.) aus Ungarn die Meldung kam: "Die halbe Anlage steht schon!" - meine ich ein riesen Erfolg nach der langen Anreise.
Der andere Wagen der gestern abend mit Wolfgang und Rene aus Deutschland gestartet ist, natürlich auch mit Futter- und Deckenspenden beladen, ist heute morgen direkt in das Tierheim nach Szentes durchgefahren. Denn sie haben noch einen Wohnwagen mitgenommen auf die Reise. Ja liebe Unterstützer und Helfer, Sie und wir haben es ermöglichen können einen alten, aber noch gut erhaltenen und vor allen Dingen trockenen Wohnwagen zu kaufen um ihn den Pflegern im Tierheim Szentes als Unterkunft für die kalte Jahreszeit zur Verfügung zu stellen. Wer unserer Hompage kennt, weiß welche Zustände in diesem "Tierheim" herrschen. Natürlich kommen auch die Tier nicht zu kurz. Die Futterspenden und auch die Decken sind in beiden Tierheimen (Székesfehérvár und Szentes) gerade noch zur rechten Zeit angekommen. In beiden Tierheimen war kaum noch Futter vorhanden. In Szentes hatten wir zusätzlich noch eine große, isolierte Hütte bei einem dortigen Schreiner bestellt, die heute dort aufgestellt wurde. Vor diesem Tierheim stand nämlich bis heute eine einfacher Drahtkäfig ohne jeden Schutz, wo Tiere die nach Schließung des Tierheims am Abend abgegeben werden sollen, einfach eingesperrt wurden und dann bis zum nächsten Tag im Regen und der Kälte saßen. Ab heute haben sie wenigstens eine isolierte Hütte in der auch genügend Platz für zwei Tiere ist.
Danach haben Wolfgang und Rene das Tierheim Szentes verlassen und sind nach Székesfehérvár gefahren um dort die anderen bei dem Aufbau der Zwingeranlage zu unterstützen. Auch Margit vom Tierheim in Kaposvár ist noch nach Székesfehérvár gekommen um dort Futter für ihre Tiere abzuholen.
Ich denke heute abend haben alle Helfer nach der durchfahrenen Nacht und dem durchgearbeiteten Tag ihren Feierabend verdient, denn in den nächsten Tage steht ihnen noch ein volles Programm bevor. Morgen wird weiter an der Zwingeranlage gearbeitet denn sie muß in der geplanten Zeit fertig werden um dort dann auch Tiere in der jetzt schon recht kalten Zeit unterbringen zu können. Außerdem ist noch ein Besuch im Tierheim in Mohács geplant und natürlich wird auch wieder die Hundefängeranlage in Baja von uns angefahren - denn wir haben diese Tiere dort nicht vergessen.
Ganz nebenbei hat Michael noch das Kinderheim in Székesfehérvár besucht um dort für sie gesammelte Spenden abzugeben. Er organisiert hier in Deutschland immer wieder Spenden für das Kinderheim die wir auf unseren Fahrten mitnehmen und dem Kinderheim übergeben. Auch hierfür an Michael und die Spender unseren Respekt.

Heute (14.11.) sind die Arbeiten an der Zwingeranlage mit Hochdruck weitergeführt worden. Das Grundgerüst steht komplett und morgen sollen das Dach und die Außenzwinger montiert werden, damit hier dann die Hunde untergebracht werden können die in der kalten Jahreszeit besonders leiden weil sie z.B. ein kurzes Fell haben. Da das Wetter heute mitgespielt hat und es auch morgen noch einigermaßen trocken bleiben soll, hoffen wir das alles fertig gestellt werden kann. Wie Sie sich sicherlich denken können gibt es schon einige Tiere die dort in der neuen Anlage sofort einziehen werden. Leider - wie man sagen muß - denn das Tierheim in Székesfehérvár ist wieder übervoll. Manches mal fragen wir uns wann die Menschen endlich begreifen dass nur Kastrationen diesen unendliche Zahl an ungewollten Hunden und Katzen unterbrechen und somit viel Elend verhindern können.

Wolfgang war heute im Tierheim in Mohács um dort eine bereits durchgeführte Baumaßnahme zu besichtigen und Details für einen Stromanschluß zu klären. Durch die Unterstützung des Europäischen Tier- und Naturschutz e.V. (ETN) waren wir in der Lage dort eine ähnliche Containeranlage aufzustellen wie sie bereits im Tierheim Székesfehérvár als Klinik dient. Hier sollen Tiere ärztlich versorgt werden, kranke Tiere und Tiere die bis jetzt in kleinen Drahtkäfigen leben müssen untergebracht werden. Ein riesen Schritt für das Tierheim in Mohács und unser ganz besonderer Dank hierfür an unseren Partner, den ETN, ohne den dies nicht möglich gewesen wäre!

Morgen wird Wolfgang in die Hundefängeanlage nach Baja fahren um dort wieder einmal die Ungewollten und Vergessenen abzuholen um sie sicher im Tierheim Székesfehérvár unterzubringen. Wir wissen nicht wie viele Hunde dort auf uns warten - aber ist das wichtig? Wir fahren auf jeden Fall und versuchen so viel wie möglich, im Idealfall alle, mitzunehmen. Egal ob jung oder alt, gesund oder krank.
Das alles, liebe Tierfreunde und Unterstützer, ohne im Vorfeld die große "Spendentrommel" zu rühren und erst dann zu handeln wenn der "Mindestbetrag" pro Tier auf unserem Konto eingegangen ist. Eine bewährte Praxis bei manch anderen "Vereinen". Nein - das Tierschutzprojekt Ungarn betrachtet es als seine selbstverständliche Aufgabe allen zu helfen. Natürlich enstehen dabei nicht unerhebliche - vor allen Dingen medizinische - Kosten. Wenn Sie uns dabei unterstützen möchten würden wir uns sehr freuen und bedanken uns jetzt schon im Namen unserer ungarischen Tiere.


In diesem Moment, heute am 15.11. um 12.40 Uhr, sind Wolfgang und Rene auf der Rückfahrt von der Hundefängeranlage Baja ins Tierheim nach Székesfehérvár. 32 Hunde haben sie im Auto, darunter natürlich wieder einige Notfälle. Eine Hündin hat wahrscheinlich durch eine Beißerei beide Ohrern verloren. Die Stummel sind dreckig, verkrustet und sehr wahrscheinlich entzündet da sie offensichtlich starke Schmerzen hat. Eine andere kleine, total verängstigte Hündin ist ebenfalls dabei. Sie ist nach Aussage des Hundefängers wohl eine der unzähligen, wild lebenden Hunde Ungarns gewesen. Nur leider hat sie wohl irgenwo "gestört" und wurde daher eingefangen. Sie kennt keine Menschen und verkriecht sich völlig. Wohin mit ihr? In einem Großrudel im Tierheim würde sie untergehen. Wolfgang hat schon mit Székesfehérvár telefoniert und dort die Tiere angekündigt. Für die ängstliche Hündin wird in diesem Moment ein Platz in der neuen Zwingeranlage fertiggestellt und auch die medizinische Versorgung der an den Ohren verletzten Hündin wird vorbereitet. Natürlich werden auch alle anderen bei ihrer Ankunft im Tierheim untersucht. Wieder einmal Elend was durch gezielte Kastrationen hätte verhindert werden können. Aber der ungarische Staat hat hierfür kein Geld übrig. Lieber finanziert er weiter die Hundefängeranlagen und läßt seine Tierheime verkommen - nur mit dieser Methode wird das Problem nie zu lösen sein. Ein weitere, erschreckende Nachricht wurde uns heute von dem Tierarzt mitgeteilt, der immer mit uns in die Hundefängeranlage fährt und die Tiere dort untersucht und impft. Ein großes Tierheim in der Nähe -was wir früher auch schon besucht haben - wurde geschlossen. Über die Gründe kann man nur spekulieren. Daher hat die Stadt Baja beschlossen das Gebiet in dem der Hundefänger tätig wird noch zu erweitern! Liebe Tierfreunde und Unterstützer, das bedeutet für das Tierschutzprojekt Ungarn, das monatlich nicht 30 oder 35 Tiere in der Hundefängeranlage auf ihre Rettung warten sondern 50 oder noch mehr! Wie sollen wir das schaffen...? Die Auskunft des für die Anlage in Baja zuständigen städtischen Angestellten lautet ganz lapidar: "dann wird eben wieder getötet." Ja -so einfach ist das. Oder so einfach wird es gemacht. Der Staat Ungarn macht seine Probleme zu Problemen der Tierschützer. In einem Land der Europäischen Union interessieren sich die Politiker nicht für die tagtäglich stattfindenden Grausamkeiten. Wir wissen nur, wir werden nicht wegsehen, wir werden weiter für diese Tiere kämpfen, wir werden weiter unangenehm sein und diese Mißstände veröffentlichen. Helfen Sie uns dabei!

Gerade (19.30 Uhr) habe ich mit meinem Mann Wolfgang telefoniert. Alle Helfer sind wieder im Hotel. Müde von der anstrengenden Arbeit der letzten Tage aber auch glücklich über das Geleistete. Heute wurde sogar noch im Dunkeln mit einer Taschenlampe die letzten Handgriffe an der neuen Zwingeranlage ausgeführt und so konnte das Projekt gerade noch rechtzeitig fertig gestellt werden. Während der Arbeit im Tierheim ist den Helfern immer wieder eine Gruppe von 4 Hunden in einem der Rudelzwinger aufgefallen, die sich nicht in den Unterstand trauten und draußen in der Kälte geschlafen haben. Diese Gruppe und noch ein weiterer, ängstlicher Hund, der immer wieder von den anderen Tieren im Rudel angegriffen wurde, waren die ersten Bewohner der neuen Anlage. Nachdem alles fertig gestellt war und im Innenbereich die Hütten noch mit Decken ausgestattet worden sind konnten sie in ihr neues Heim umziehen und haben sofort alle zusammen eine Hütte bezogen. Das war für alle Helfer ein schöner Moment und ein Dank für die Arbeit. Denn "Jede Seele zählt".
Morgen steht dann noch die anstrengende Rückreise nach Deutschland bevor. 28 Tiere dürfen mit uns reisen um hier in Deutschland ein gutes Zuhause zu finden.

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